Elende Schinderei
Unter der Woche bin ich zeitmäßig einfach nicht dazu gekommen, mein Temportraining aufzunehmen. Also musste dieses Wochenende herhalten. Da heut' Tal total die ambitionierte Nutzung des Leinpfads am Rhein verunmöglichen würde, bin ich auf den Schinderhannes-Radweg ausgewichen. Zugegebenermaßen eine nicht ganz so geschickte Variante, weil die Tempokontrolle immer nur nach 500m möglich ist, aber dafür ohne Rad- und Skate-Autisten Ab wildem Parkplatz Pfalzfeld erstmal 3km ganz ruhig einlaufen und dabei eine Radfahrerin überholen -- ca. 5:50min auf den Kilometer. Dann Stopp und Mich-Sammeln am ersten 1000er-Start: die Radfahererin zieht sofort vorbei. Ich war wohl ein guter Pacemaker? Dann "beeeeeep!!!" -- Beginn des ersten 1000ers. Ansteigendes Profil. Radl-Tussi irgendwo vor mir. 6X1000m ebenfalls noch vor mir. 4:10min sollten es je 1000er werden im Schnitt.
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Abschlusstraining
Zwei braungebrannte, hochmotivierte Triathleten durchpflügten heute das Wasser des Freibades in Oberwerth: Bernd Stingl und Jürgen Zäck. An der Technik und der Geschwindigkeit erkannte der Bademeister (noch brauner gebrannt) eindeutig: ein Athlet hat seinen Zenit vermutlich schon überschritten, beherrscht die Technik aber noch immer; der andere wird es wohl nie zu etwas beim Schwimmen bringen Wenn man dann so bei Strömungsgeschwindigkeit im Freibad an den Hindernis-Bojen vorbei seine Bahnen zieht, schwört man sich dann endloses, konzentriertes Techniktraining im Winter. Man wird sehen…
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Mittelrhein-Marathon mit Fori-Treffen
Die zweitbeste Nachricht zuerst: trotz gleißenden Sonnenscheins auf 42 Kilometern (Schatten? Definieren Sie »Schatten«!) bin ich dank modernster Sonnenschutzmittel kein bisserl verbrannt Die beste Nachricht gleich hintendran: zur Einstimmung hatten Bernd und ich einen sehr entspannten Abend mit Paulaner aka Frank aus Hofgeismar. Er hat einfach gegessen, was auf den Tisch kam, und war ansonsten der bekannt liebenswert-witzige Gesprächspartner, wie ich ihn aus dem Berliner Marathon-Forum kenne. Frank: Du kannst gerne wiederkommen
Die drittbeste Nachricht: sowohl Bernd als auch ich sind hoch zufrieden mit den Leistungen des heutigen Tages. Dafür, dass bereits am frühen Morgen die Sonne so doll lachte, wie sie nur konnte, und dafür dass zumindest ich ziemlich schlecht vorbereitet war, können sich die Ergebnisse doch sehen lassen.
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My personal drill instructor
Nur damit Ihr mal einen Begriff davon bekommt, wer meine Trainingsvorgaben kontrolliert: im Bild mein personal drill instructor nach seinem Besuch im Barber Shop des NATO Headquarter... In zwei Wochen ist die Frisur jedenfalls windschnittig für Roth Ich selber bereite mich lieber ganz entspannt auf die Trainingseinheit mit Sonnenbrandgarantie am Sonntag vor
Ganz besonders freue ich mich dabei auf die Paulaner-Einlage
Und dann denke ich natürlich an die Urlauber und die Bieler und und und ...
Die zweitbeste Methode...
... eine gestresste Achillessehne zu beruhigen, ist ein kurzer ruhiger Lauf, vorsichtig beginnend, achtsam fortgesetzt, mit Pausen, wo angebracht. Ja.Die allerbeste Methode, mit gestressten Achillessehnen umzugehen, ist allerdings, sie direkt während oder unmittelbar nach dem Lauf in einem frisch sprudelnden Gebirgsbach unter Bewegung zu kühlen. Das ist so eine Art Kneipp-Kur in Laufschuhen -- mehrmals zufällig erprobt und für gut befunden, zuletzt auf Gran Canaria.
Ideal wäre es, die Methode zu institutionalisieren, was mir bisher noch nicht gelungen ist. Vielleicht ist das ein neues Auswahlkriterium für lange Läufe: mögliche Bachdurchquerung in der Nähe
Bahntrassentraining
Das Bild ist schon 14 Tage alt, passt aber immerhin thematisch auf das heutige Training. Heute ging es mit Bernd 30km lang über den Schinderhannes-Radweg, die ehemalige Bahntrasse zwischen Emmelshausen und Simmern. Mir fehlen die LSD(Long Slow Distance)-Läufe derzeit. Also sollten es endlich mal wieder 30km sein. Mit Bernd, dem einzig wahren Triathleten der Familie, ist das natürlich kein Ding — der hält auch noch locker mit, wenn ich über die letzten 5km eine grandiose Endbeschleunigung hinlege... Das Wetter war auch ideal, weder zu warm, noch zu sonnig. Und mit der Vorstellung vom Zieleinlauf beim Hunsrück-Marathon vor Augen lief es sich sogar die letzten 3 Kilometer rauschähnlich Nächstes Wochenende sollen die Temperaturen sommerlich werden
Kurzbericht vom Doppelschlag
Ob es eine Langfassung geben wird, kann ich momentan nicht sagen. Die Roth-Vorbereitung fordert von Bernd nach dem gestern erfolgreich abgeschlossenen Probe-Tri im Kraichgau unbedingt eine fünftägige Rennrad-Transalp mit Kollege Peter G. aus S. in Ö., zu der er heute aufbricht. Nix Komfort, nix Internet Damit war Bernd übrigens in seinem Halbmarathon gestern noch pro Kilometer eine Minute schneller unterwegs als Oliver und ich in Stuttgart. Dafür war es aber mit Oliver ein sehr entspanntes und angenehmes Lauferlebnis — danke dafür
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In der Fotokiste gekramt
Hab gerade kein aktuelles Bild parat, daher zur Abwechslung mal ein Blick zurück ins Jahr 1999. Ganz schön heiß war es da Ende September am Ende der »Grünen Hölle«, der Nordschleife des Nürburgrings. Morgen werden Bernd und ich bei unseren Wettbewerben hoffentlich etwas günstigere Bedingungen vorfinden. Wetteronline.de sagt 18°C und vereinzelt Schauer für den Stuttgart-Lauf und den Kraichgau-Tri voraus. McCormack und Hellriegel haben vor der drohenden Konkurrenz schon die Segel gestrichen und gehen in Ubstadt doch nicht ins Wasser. Und ich kapituliere vor meinem eigenen Trainingsdefizit und schraube mal die Erwartungen für Stuttgart auf max 1:50h runter
Jetzt muss ich nur noch den einzigen Triathleten der Familie in seinem Neo ablichten. Foto folgt.

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