Das Buch der Bücher

Nein — nicht die Bibel ;-) Sondern vielmehr ein wunderhübsch gearbeitetes Bändchen, das auf den passenden Seiten erläutert, worin ein Buch besteht, also beispielsweise auf dem Vorsatzpapier etwas über das Vorsatzpapier sagt, auf Seite 4 den üblichen Inhalt von Seite 4 erläutert und das Leseband mit dem Wort "Leseband" versieht. Wunderschön!

Der Inhalt besteht aus Inhalten über Bücher, häufig auch in Form von Fortsetzungsgeschichten wie »Autoren, die Selbstmord begangen haben [1]« oder »Dichter und Rauschmittel[2]«. Aber auch abgeschlossene Kapitel wie »Autoren-Paare« oder »Dünne Bestseller«. Also einfach von vorn nach hinten durchlesen oder nach Lust und Laune querlesen: in jedem Fall ein großes Vergnügen für Leseratten wie mich :D Das »Buch der Bücher«, die Bibel, kommt auch drin vor :-P

Haruki Murakami: Wilde Schafsjagd

»…wie man mit dem Dasein umgeht, ohne sich zu wehren« stand in einer Rezension zu lesen. So tauche ich ein in eine surreale Welt, die mir die Gewissheit vom Sinn in der Suche vermittelt.

Henning Mankell: Die Kurt Wallander-Fälle

Für passionierte Krimi-Leser ist das sicherlich ein alter Hut. Für mich sind diese Kriminalromane aber die Entdeckung des letzten Jahres und in diesem Jahr ein besonders großes Geschenk. Was sich hier verbindet, das banale tägliche Erleben in einfachen bürgerlichen Verhältnissen mit den brutalen sozialen und geopolitischen Veränderungen der Gegenwart, das macht die Geschichten so authentisch. Egal, wie abstrus die »Fälle« zunächst auch wirken mögen. Bücher zum Einatmen, die mir oft so sehr viel Ablenkung und Eingebung geschenkt haben.

ich + ich: du erinnerst mich an liebe

… und an Berlin! Dieses Video erinnert mich an S-Bahn, Hinterhöfe, Straßen, den Tiergarten. Lässt mich auch die neue Silhouette mit ihrer Belanglosigkeit erfahren -- traurig! (zweifel)

Kluun: Mitten ins Gesicht

Scheiße — geht's uns doch gut :-)

Vielleicht liegt es ja daran, dass meine Mutter Lungenkrebs hat in einem Zustand, der meinen Blick auf die körperlichen Ekligkeiten des geschwürvollen Dahinsterbens etwas relativiert.

Vielleicht ist dieses Buch nicht für zarter besaitete Leser geeignet.

Mir aber hat es genau diesen Eindruck vermittelt: wie gut geht es mir doch, und meiner Mutter noch.

Und Katja ist mindestens so stark wie Carmen (lächel) :-)

Kazuo Ishiguro: Alles, was wir geben mussten

In sich so völlig stimmig, und dabei doch so verstörend. Wenn ich das Genre benennen soll, will ich es als »Social Fiction« bezeichnen. Geschildert wird die Utopie einer Gesellschaft, die sich im großen Stile menschliche Wesen als lebende Organspender hält. Beklemmend dabei ist, wie durch die persönliche Schilderung aus der Sicht einer der späteren Spenderinnen das gesamte System so folgerichtig und sogar verträglich mit einem erwachsenen Verstand daherkommt. Es braucht nur eine konsequente Erziehung auf Basis eines geeigneten Wertesystems. Diese Erkenntnis ist sicherlich nicht neu. Doch in Verbindung mit dem Wissen um tatsächlich existierenden Organhandel und vor dem Erzählhintergrund, der auch das Großbritannien der Jetztzeit beschreiben mag, entstand bei mir der Eindruck einer akuten Möglichkeit.

Auch deshalb, weil das Buch sehr leise daherkommt, weder anklagt, noch zu Widerstand oder Gegenwehr aufruft, hat es mich tief in seinen Bann gezogen. Am Ende zählen nur die gemeinsam gut verbrachten Tage.

Loreley Open Air: Per Anhalter durch die Galaxis

Das Buch zu lesen (Douglas Adams »The Hitchhiker´s Guide to the Galaxy«) habe ich vor Jahrzehnten nicht geschafft — es hat mich furchtbar nervös gemacht. Den Film jetzt zu erleben, war aber ein herrlicher, beschwingter Ausflug unterm Sternenhimmel in den Sternenhimmel hinein :D

Die Open-Air-Bühne auf der Loreley kannte ich noch nicht, war zunächst etwas enttäuscht, weil sie so viel kleiner als die Berliner Waldbühne ist. Aber die Enttäuschung verflog schnell, denn das Publikum ist hier einfach auch nicht so zahlreich; die Dimensionen stimmen also. Und Sinnfreiheit lässt sich in intimer Atmosphäre eh eher genießen.

Zur Untermalung leisteten uns noch Glühwürmchen und Fledermäuse Gesellschaft: schön!

Dior Addict: Rose Reflex

Pastell war mir ja eigentlich über, aber dieser hier ist einfach perfekt für das, was mir Bea schneidert, und passend zu meinen neuen Schuhen. :D

Aber das will ich gar nicht loswerden, sondern folgende niedliche Begebenheit: Sabine W. betritt die ein wenig exklusive Groß-Drogerie-Filiale von Müller in Koblenz und will sich etwas Gutes tun. Ein Nagellack soll es sein. Nach einigem Rumprobieren auf Papier und Tesa-Film einigen sich Kundin (SW) und Verkäuferin (wirklich süß: hübsch, brünett, persönlich engagiert!) auf diesen Lack. Et voilà!

Nur dannnnnnn... werden der Kundin (SW) noch zwei Proben ans Herz gelegt (au ja: Proben sind toll!!!), die helfen, die erschlafften Gesichtszüge zu konturieren.....?

Punkt.

Das Mädel war echt süß. Und ich werde echt älter ;-)

Opa Sommer: Filtertütenrecycling

Opa Sommer war meiner Omas — väterlicherseits — Freund ihrer letzten Lebensjahre. Opa Sommer lebte in Brunsbüttel-Koog, wohin die ganze Familie Weiß eines schönen Sommers zu Besuch fuhr. Dort lernte meine Mama Filtertüten auszuwaschen und zum Trocknen auf die Leine zu hängen, um sie für den Nachmittagskaffee nochmal verwenden zu können. (cool)

Dort lernte Sabinchen von Mama, dass man das eigentlich nicht macht.

Heute morgen war Sabine aber verdammt froh, diesen Trick zu kennen! Sonst hätte es keinen Kaffee zum Frühstück gegeben. (oops)

Wird Zeit, dass ich mich wieder um meinen Haushalt kümmere, glaube ich. (lächel)

Givenchy: Amarige

Bisher glaubte ich ja immer, dass mir Düfte mit dem Prädikat »blumig« gar nicht liegen. Aber als mich meine Mutter am letzten Wochenende damit überraschte, war ich sogleich hin und weg (lecker)